YCM Logo

Yacht-Club Miltenberg e. V.

Yacht-Club Miltenberg e. V.

Lage: Main (km) 125,0 RU

Hafen Telefon: +49 9371 959545

Mitglieder-Login

Chronik

Am 24.10.1971 trafen sich 13 begeisterte Wassersportler und gründeten den Yacht-Club Miltenberg (YCM). Der erste Vorsitzende wurde Norbert Haas. Nur durch einen Verein war es möglich einen Hafen zu bauen, das war das Hauptziel. Bisher war nichts dergleichen vorhanden. Es traten durch das freie Ankern immer wieder Probleme auf, auch waren keine Stege oder dergleichen vorhanden.


Mit dreizehn Leuten kann man kein solches Objekt durchziehen. Durch Inserate wurden weitere Mitglieder gewonnen. Es gab am Main aus früheren Zeiten einen alten Holzlagerplatz. Dieser gehörte dem Wasser- und Schifffahrtsamt Aschaffenburg, den konnte man mieten. Der Widerstand seitens der Stadt legte viele Hindernisse in den Weg. Eine kleine Episode daraus: „Das Gelände liegt im Hochwasserbereich und ist deshalb nicht geeignet" darauf die Antwort der Vereinsmitglieder:
"Die Haagsaussicht (ein auf dem Berg in Miltenberg gelegener Aussichtspunkt) ist aber ungeeignet".


Letztlich gelang es doch 1973 mit dem Hafenbau zu beginnen. Es entstanden 41 Bootsplätze. Herr Dipl. Ing. Karl Lotz (später Präsident des BMYV) konnte durch sein Fachwissen viel zum Ausbau beitragen. Er übernahm 1975 den Vorstand. Der YCM trat jetzt dem DMYV bei. Der Club erhielt die Anerkennung zur Ausbildungsstätte für Führerscheine. Es wurden regelmä Lehrgänge abgehalten. 1980 übernahm dann Helmut Dörr den 1. Vorsitz und übergab diesen 1986 Hubert Königer. Als 1990 der BMYV gegründet wurde, war der YCM http://www.dmyv.de/Gründungsmitglied.


Der Hafen wurde zu klein und Herr Königer beschäftigte sich mit Erweiterungsplänen. Ein Mobilkran wurde angeschafft. Herr Dörr übernahm 1992 wieder die Vorstandschaft. Bereits 1991 beschloss man den Hafen zu erweitern. Nach umfangreichen Vorarbeiten wurde 1993 unter Helmut Dörr die Sache konkretisiert und 1994 beendet. Dass in dieser Zeit drei Hochwasser mit erheblichen hinterlassenen Schäden stattfanden, sei nur nebenbei erwähnt. Ebenso wurde ein stationärer Kran (10 t Hublast) aufgerichtet und das dazugehörende Kranbecken gebaut.


Eine große Sorge war immer die Auflage des WSA, jedes Jahr die gesamte Clubanlage (WC, Vereinsheim usw.) am Ende der Saison zu entfernen, bzw. auch hoch zu stellen. Ohne enormen Aufwand und Schäden ging das nie ab, abgesehen von den Kosten.

So bemühte man sich um die Genehmigung zum Bau einer Hochwasserplattform auf der man die Anlagen stellen kann um somit den Abbau- und Aufbauarbeiten zu entgehen. Man brauchte erstens eine Genehmigung und zweitens eine Finanzierung.


Bei dem arbeitsintensiven Genehmigungsverfahren gaben sich alle Behörden zwar Mühe, doch wusste jede etwas zu ändern und Vorschriften zu erlassen. So wurde eine zweite Statik verlangt, die Form des Daches vorgeschrieben, ein Boden- und Hochwasserrückstaugutachten angefordert usw. Aber irgendwann war es geschafft.

Die Finanzierung war insofern schwierig, da das Gelände dem Wasser- und Schifffahrtsamt gehört und deshalb keine Grundschuld als Sicherheit der Bank gegenüber abgegeben werden kann. So haben sich der erste und der zweite Vorstand gegenüber der Bank als persönlich haftende Bürgen eintragen lassen. Das Geld reichte immer noch nicht, was man wusste. So hat man in der Mitgliederversammlung beschlossen, dass jedes Mitglied ein Darlehen dem Yachtclub gewährt. Als Sicherheit waren nur das Wort und eine schriftliche Bestätigung der Darlehensgebung existent. Durch die reichhaltigen beruflichen Erfahrungen des Herrn Dörr konnten Fehlplanung verhindert und auch ein vernünftiger Preis mit den Auftragnehmern ausgehandelt werden, die grundsätzlich aus unserem Raum stammten. Dass die Mitglieder mithelfen, war selbstverständlich. Im Januar 2005 war der erste Spatenstich. So schaffte man es im Mai 2006 mit zahlreichen Ehrengästen und den Mitgliedern die Einweihung zu feiern.


Der heutige Hafen bietet alle Voraussetzungen für eine Symbiose zwischen Wassersport und Umweltverträglichkeit. Der Hafen besitzt eine Fäkalienabsauganlage, einen stationären Kran bis 10 t Hublast, Kanalisation, Wasseranschlüsse, Strom, WC, Duschen usw.


Deswegen wurde bereits 1995 zum ersten Mal die "Blaue Europa" verliehen. Seither hat sie der Verein zum 21. mal (2015) in Folge erhalten. Die Flagge gilt als hohe Auszeichnung für umweltgerechtes Verhalten. Mit seinen 50 Bootsplätzen, der Ausstattung und der Lage, zählt der Hafen ganz sicher zu den schönsten am Main. Jeder der den Yachtclub besucht, auf der Plattform Miltenberg´s Panorama gesehen hat, kann die Sauberkeit und Schönheit dieser Anlage bestätigen, was auch in den Fachzeitschriften erfreulicherweise immer wieder nachzulesen ist.